So fing alles an

Angefangen hat alles 1997, als Michaela Mulzer-Engelhard mit ihrem Ehemann nach Gran Canaria kam.Das Elend der vielen spanischen Hunde ließ ihr keine Ruhe - und mit sieben kleinen Welpen, die sie in einem Tomatenfeld fand, kam der Stein ins Rollen.

Unter www.sos-animal.de fand sie per Internet Freunde aus Deutschland, die sich auch für Hunde in Not einsetzten und schon viele Tiere aus dem Ausland nach Deutschland vermittelten. Innerhalb kurzer Zeit fanden wir gemeinsam für alle sieben Welpen ein wunderschönes neues Zuhause.

Nach und nach bauten wir dann provisorische Zwinger, und mittlerweile befinden sich zeitweise um die 70 Hunde in unserer Obhut. Diese "päppeln" wir auf, sie werden medizinisch versorgt, geimpft und kastriert, und wir versuchen auch, "unseren" Hunden das verlorene Vertrauen an die Menschen zurückzugeben. Danach werden sie dann an einen guten Platz nach Deutschland vermittelt.

Unser Ziel ist es aber nicht nur, betroffenen armen Hunden eine schöne neue Heimat zu verschaffen, sondern auch das grundsätzliche Elend der Hunde auf Gran Canaria zu verringern, indem wir die Bevölkerung sensibilisieren und Aufklärungsarbeit zu leisten.

Warum einen Hund aus dem Ausland?

Vielleicht stellen Sie sich die Frage, warum jemand einen Hund aus dem Ausland nehmen sollte, wo doch die Tierheime in Deutschland auch oft überfüllt sind?

Die Antwort darauf finden Sie sehr schnell, wenn Sie sich ein spanisches "Tierheim" ansehen:

Die Hunde werden dort auf der Straße aufgegriffen und zusammen mit anderen Leidgenossen in kleinste Zwinger gesetzt. Zu Fressen bekommen sie oft nur Abfälle, Krankheiten und/oder Unverträglichkeiten interessieren keinen. Oftmals kann man bei diesen verwahrlosten armen Kreaturen nur noch ahnen, wo vorne und hinten ist (siehe Foto).

Fundhunde werden dort gerade einmal drei Wochen aufbewahrt - abgegebene können sofort getötet werden. Spätestens, wenn die Zwinger voll sind, "räumt" der Tierarzt mit der Tötungsspritze auf, und das Ganze beginnt von vorne.

Hunde, die das Glück haben, nicht aufgegriffen zu werden, laufen Gefahr, zu verhungern, zu verdursten oder vergiftet, erschlagen oder einfach "nur" überfahren zu werden. Chancen haben sie ebenso wenig wie die Hunde in der Perrera (Tötungsstation).

Hunde in deutschen Tierheimen haben somit im Vergleich zu den spanischen den Himmel auf Erden.

Dazu kommt, dass in den deutschen Tierheimen das Adoptionsangebot an Hunden relativ dürftig ist. Überwiegend hoffen dort große und Anlagehunde wie auch solche mit schweren "Macken" darauf, endlich eine Familie zu finden. Kleine und gut sozialisierte Hundenasen sind dort eher die Ausnahme.
Und da ist es doch allemal besser, einer armen Hundeseele aus dem Ausland ein Zuhause zu bieten, als sich einen vom Züchter zu holen!

Deshalb unsere Bitte: Wenn Sie Ihre Familie um einen Vierbeiner vergrößern möchten, sehen Sie sich doch einfach einmal unsere Schützlinge an. Wir sind sicher, es wird einer dabei sein, der sich in Ihr Herz schleicht!